Monate: Mai 2016

Die Geister vom Mummelsee

Geister und der Mummelsee? Das passt auf den ersten Blick nicht so recht zusammen. Verkrustet mit einer dicken Schicht Tourismus ist der Mummelsee vor allem im Sommer kein besonders magischer Ort – oder auf den zweiten Blick vielleicht doch? Der Mummelsee bei Achern ist eines von vielen Zielen an der Schwarzwaldhochstraße – Senioren strömen aus ihren Bussen, Kellnerinnen vom Berghotel Mummelsee servieren non-stop Schwarzwald-Torten, über den See rattern ein paar Tretboote. Früher mögen Einsamkeit und Abgeschiedenheit die Sagen und Legenden beeinflusst haben, die sich um diesen Ort ranken. Heute ist er gut erreichbar über die B 500, die den See zu einem der meistbesuchten im Schwarzwald machen. Dem Zauber vom Mummelsee erlegen Mit Schwarzwald-Torte im Magen heißt es, sich schnell auf einen Spaziergang um den See machen – und schnell beginnt die Magie ihre Wirkung zu tun. Groß ist der Mummelsee nicht, deshalb lässt er sich theoretisch schnell umrunden. Es lohnt sich aber, langsam zu machen, denn es gibt einiges zu entdecken. Zwischen den Tannen und Fichten sind die Werke des Kunstpfades verstreut. Hier beginnt …

Para-Reiseführer: Magischer Mittelrhein von Ulrich Magin

Der Anblick des majestätischen Vater Rheins kann einem je nach Wetterlage schon das Fürchten lehren. Doch Autor Ulrich Magin hat noch mehr Gruseliges und Geheimnisvolles zu einem Teil dieses Gewässers zusammengetragen: „Magischer Mittelrhein – Mystische Orte und unheimliche Ereignisse am Rhein zwischen Mainz und Köln“ heißt sein Buch von 2015 (Regionalia Verlag). Magins Buch ist eine paranormale Insel in der touristischen Fachliteratur-Flut. Dort habe ich mich dankbar niedergelassen, um einzutauchen in die unheimlichen Geschichten rund um „meine Region“. Von wegen unnützes Wissen: Magischer Mittelrhein Paranormale Reiseführer sind selten, wirklich gute kaum zu finden. Die meisten Bücher gehen über Folklore, Drachen-Sagen und Hexenprozesse kaum hinaus. Ulrich Magin hat sie jedoch alle: Seeungeheuer, Nixen, Spukgestalten, Geisterschiffe, Außerirdische und noch einiges mehr, die in Teilen von Rheinland-Pfalz, NRW und Hessen ihr Unwesen treiben. Im Rhein-Wasser selbst und in den angrenzenden Ortschaften ist tatsächlich so einiges passiert: Wal-Sichtungen auf dem ganzen Rhein, Marien-Erscheinungen in Köln, UFOs über dem Westerwald und Bad Neuenahr. Dabei entlarvt er auch so manche Zeitungsenten und falsche Spukgeschichten – denn es geht nicht nur um …

Mittelalterliches Foltermuseum in Rüdesheim

Das alte Gemäuer und die Kellerräume des Mittelalterlichen Foltermuseums Rüdesheim sind genau der richtige Rahmen für einen Trip in diese traurige und leidvolle Vergangenheit. Nichts für einen lustigen Familiennachmittag, aber auch nicht so niederschmetternd, um den Besucher zu Tode zu deprimieren. In der Rüdesheimer Drosselgasse führen nur wenige Stufen hinab in die mittelalterliche Hölle der Hexenverfolgung: Inquisition, Prozesse, Folter und Aberglaube gehörten in Deutschland bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Alltag. 1775 wurde die letzte „Hexe“, Anna Maria Schweglin, zum Tode verurteilt. Den Richterspruch führte jedoch kein Henker aus, die Dienstmagd starb 1781 in Gefangenschaft im Allgäu. Warum schaut man sich ein Foltermuseum an? Zugegeben in ein Foltermuseum zu gehen, ist ein bisschen wie ein Ticket für die Geisterbahn zu lösen und gleichzeitig in einem Geschichtsbuch zu lesen: in Erwartung von Grusel und ein paar historischen Fakten. Das hat für mich schon einmal funktioniert: Im sehr gut gemachten Foltermuseum in Wien. Aber richtig übel geworden ist mir im Foltermuseum San Marino – zu detailreiche Info-Tafeln und viele grausame Ausstellungsstücke. Foltermuseum Rüdesheim: nicht up to …

Eli Roth präsentiert: CLOWN, der Kinderschreck

Der Kuchen ist fast aufgegessen, die Kids toben durchs Haus und das Geburtstagskind wird bereits ungeduldig, da sagt der bestellte Clown ab – der Alptraum für alle Eltern. Zum Glück stößt Vater und Makler Kent (Andy Powers) zur richtigen Zeit in einem seiner Häuser auf eine alte Clown-Verkleidung. Zumindest der Kindergeburtstag ist damit gerettet. Nach seinem Auftritt kriegt Daddy das Kostüm allerdings nicht mehr runter.