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Top 10 kostenlose Horror-Geschichten und -Buchklassiker für Kindle-Nutzer

Horror-Geschichten kannst du ohne Taschenlampe unter der Bettdecke lesen und selbst die dicken Gruselschmöcker nehmen unterwegs nicht viel Platz weg, wenn du auf einen Ebook-Reader zurückgreifst. Eine tolle Nachricht: Viele Klassiker wie „Frankenstein“ oder „Dracula“ gibt es sogar umsonst – das Zauberwort heißt „urheberrechtsfreie Ausgabe“. Da ich einen Kindle verwende, habe ich euch 10 Horror-Bücher für dieses Gerät rausgesucht – die meisten im Originaltext.

1. Bram Stokers „Dracula“

Seit 1897 prägt „Dracula“ das Bild des Blutsaugers für Generationen bzw. bis zur „Twilight“-Saga. An Bram Stokers Graf Dracula musste sich bis dahin jeder andere (Roman-)Vampir messen. Was das Buch für mich neben der Story selbst auszeichnet, ist die Erzählstrategie. Verschiedene Blickwinkel, der Einsatz von Zeitungsberichten, Briefen und Tagebucheinträgen bringen eine dichte Stimmung und Authentizität.
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 349 Seiten

2. Mary Shellys „Frankenstein“

Zugegeben, nicht mein Favorit, aber ein unumgänglicher Klassiker, der auf wenigen Seiten so viele wichtige Lebensfragen aufgreift und sich in alle möglichen Richtungen interpretieren lässt. Am interessantesten dabei für mich: Die Angst der Gesellschaft vor dem Monster, das es selbst hervorgebracht hat. Außerdem beweist Mary Shelley mit ihrem Buch von 1818, das Horror sehr wohl weiblich sein kann.
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 134 Seiten

3. „The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde“ von Robert Louis Stevenson

Die zwei Seiten einer Medaille: Gutmensch vs. Triebtäter. Doppelgänger, Es, Über-Ich… 1886 schuf Robert Louis Stevenson mit „Der seltsame Fall es Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ den Protoyp innerer Zerrissenheit, den Kampf von Gut und Böse in einer Brust. Viele Verfilmungen und an die Geschichte angelehnte Figuren sind schnell zusammengetragen, aber Hand aufs Herz: Wann hast du den düsteren Klassiker zuletzt im Original gelesen?
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 96 Seiten

4. H. P. Lovecraft: „The Shunned House“

Von Lovecraft gibt es leider (noch) nicht allzu viele kostenlose Texte für den Kindle. Eine Ausnahme ist diese Erzählung, die allerdings im Original wegen vieler Fachausdrücke kein ganz leichtes Lesevergnügen war. But: You’ll get the spirit. Ein gruseliges Haus, dessen düstere Geschichte für eine tolle Atmosphäre sorgt. Genau das Richtige für leichten Schauer vor dem Schlafengehen oder eine längere Zugfahrt.
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 48 Seiten

5. Edgar Allen Poe: „Seltsame Geschichten“

Auch Edgar Allen Poe darf natürlich nicht fehlen. Im Original gibt es keine kostenfreien Kindle-Ausgaben. Auf Deutsch könnt ihr für lau „Seltsame Geschichten“ haben mit insgesamt 15 Geschichten des Horror-Literaten. Darunter: „Der Doppelmord in der Rue Morgue“, „Die schwarze Katze“, „Die Maske des roten Todes“ und „Der Untergang des Hauses Usher“. Seit über 20 Jahren lese ich die Texte immer wieder und werde sie bestimmt nie satt haben.
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 208 Seiten

6. „The Invisible Man“ von H. G. Wells

Geister in Iping? Aber nein, die seltsamen Vorkommnisse lassen sich alle wissenschaftlich erklären: ein Unsichtbarer ist verantwortlich für fliegende Gegenstände, geraubte Güter und noch üblere Verbrechen. Dieser Unsichtbare ist ein echter Fiesling und ich liebe vor allem die Wortgefechte zwischen ihm und seiner Gastwirtin Mrs. Hall am Anfang der Geschichte.
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 103 Seiten

7. „The Mysteries of Udolpho“ von Ann Ward Radcliffe

Für die nächste richtig lange Zugfahrt habe ich mir dieses Schwergewicht an Klassiker aufgehoben. Gehandelt wird dieser zu seiner Zeit schon berühmte Roman von 1794 heute als Vorbild für Sade, Poe und Vertreter der „Gothic Novel“ im ausgehenden 18. und 19. Jahrhundert. Der verwirrte Zustand der gefangenen Hauptfigur trägt wohl viel zur traumähnlichen Atmosphäre bei. Ich bin sehr gespannt darauf!
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 657 Seiten

8. Henry James: „Turn of the Screw“

Eine eifrige Gouvernante und süße aber mit Geistern verbandelte Waisenkinder aus gutem Hause – das ist der Zündstoff für diese Novelle von 1898. Die Zündschnur brennt langsam, geht aber in einem schönen wohligen Schauer auf. Eine richtige Geistergeschichte eben, die man sich eigentlich erzählen lassen und nicht lesen sollte.
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 80 Seiten

9. „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann

Ein bisschen was Deutsches kommt auch in diese Liste. Kindheitstrauma, Alchemie und ein früher Roboter – E.T.A. Hoffmann schafft in der Kürze was nur wenige Horror-Wälzer vermögen: Einen spannenden Themenmix, dichte Atmosphäre aber vor allem echtes Mitgefühl für die tragische Hauptfigur. Ein bisschen ist „Der Sandmann“ (1816) wie der „junge Werther des Horrors“.
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 42 Seiten

10. Oscar Wildes „The Picture of Dorian Gray“

Ich muss gestehen, ich mag Oscar Wilde lieber für seine Märchen und „Salome“, aber die düsteren Motive von „The Picture of Dorian Gray“ haben auch bei mir ihren nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die Angst vor dem Tod und dem Altern, die Gegenüberstellung vom schönen Schein und verdorbenen Moralvorstellungen hat auch heute noch eine sehr große Aussagekraft.
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 224 Seiten

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