Monate: August 2016

America’s weird side: Geschichtsstunde mit Autor Robert Damon Schneck

„The President’s Vampire“ und „Mrs. Wakeman vs. the Antichrist“ heißen die beiden Bücher von Robert Damon Schneck, in denen er „Strange-but-True-Tales of the United States of Amercia“ erzählt – bis ins letzte Detail recherchiert und deshalb fast noch unglaublicher. Diese unmöglichen aber wahren, historisch belegbaren Geschichten handeln von falschen Magiern, unerklärlichen Vermisstenfällen, teuflischen Schreckgestalten, Bigfoot, skurrilen Selbstmorden und eben dem ersten Vampir in der US-amerikanischen Historie. Was will man mehr? Literatur-Genre „strange-but-true“ Im Vorwort zu „The President’s Vampire“ legt Robert Damon Schneck die Crux seiner Bücher dar: Unglaubliche Geschichten, die sich jedoch rühmen wahr zu sein, sind schwer als hohe Wissenschaft verkäuflich – und meist schon gar nicht ohne sensationsheischende Überschriften. Glücklicherweise nimmt der Autor seine Themen ernst, die ihn seit seiner Schulzeit faszinieren. Schneck selbst sieht sich in der Tradition des ersten modernen „strange-but-true“-Autors Charles Hoy Fort, der sich allen mysteriösen Phänomenen annahm, die die Wissenschaft links liegen ließ. Doch anders als Fort geht es Schneck darum, aus den paranormalen Geschichten das herauszufiltern, was real ist und etwas über die damalige Gesellschaft aussagt: Welche …

Bald auf DVD: THE WITCH – DER Horrorfilm 2016?

THE WITCH: A NEW ENGLAND FOLK TALE gruselt ab dem 29. September 2016 auf DVD und Blu-ray. Seit das Publikum auf dem Sundance Film Festival 2015 über die Maßen begeistert reagierte und den Horrorfilm mit einem Preis für die beste Regie ehrte, geistert THE WITCH durch die Medien. Die meisten Kritiker und viele Horror-Fans schienen ihr sofort verfallen. Was ist wirklich dran am „schrecklichsten Film der letzten Jahre“? Achtung, die Antwort darauf beinhaltet Spoiler! Im April vor dem offiziellen Deutschlandstart (19. Mai 2016) saß ich bei den Frankfurter Fantasy Filmfest Nights in der dritten Reihe des ausverkauften Saals. Laut Ansage der Veranstalter konnte man zuvor im noch größeren Berliner Kinosaal eine Stecknadel fallen hören – alle waren gebannt von der Wirkung dieser Hexe. Tatsächlich herrschte auch in Frankfurt so eine Stille, dass es mir sogar in den Ohren hallte, als ich während des Films meinen Eistee getrunken habe. Worum geht es in THE WITCH? Neu-England um 1630: Eine gottesfürchtige Familie aus England nimmt es ganz allein mit der US-amerikanischen Wildnis auf, da die Obersten ihrer …

Friedhofs-App „Wo sie ruhen“ im Test auf dem Mainzer Hauptfriedhof

Pokemons jagen? Och, nö! Ich gehe mit der Friedhofs-App „Wo sie ruhen“ lieber auf die Suche nach bedeutenden Grabstätten. Seit Ende 2014 kann sich jeder den kostenlosen audio-virtuellen Rundgang aufs Smartphone oder Tablet laden – oder im Internet unter www.wo-sie-ruhen.de nutzen. So verlief mein App-gesteuerter Streifzug über den Mainzer Hauptfriedhof. Mainzer Hauptfriedhof: zwischen Kriegsopfern und Fasnachtern Der Start ist leicht: In der Liste der Friedhöfe die entsprechende Lokalität wählen und sich dann per GPS auf einer Karte die markierten Gräber vornehmen. Zugegeben der Mainzer Hauptfriedhof ist nicht Père Lachaise in Paris, wo sich Promi-Grab an Promi-Grab reiht. Die markierten Orte spiegeln aber eine facettenreiche Stadtgeschichte: zahlreiche Fasnachter, Kriegsdenkmäler, ein Mitbegründer des ZDF, Stadtväter, Dombaumeister und literarische Persönlichkeiten – nur nicht das von Gutenberg, dessen letzte Ruhestätte ist noch nicht gefunden. Besonders benutzerfreundlich an der App: Zu jedem markierten Ort gibt es Fotomaterial, sodass man die Gräber schnell erkennt. Manche sind nämlich gar nicht so leicht zu finden. Der Friedhofs ist mit 20 Hektar überschaubar und in etwa anderteinhalb Stunden gut zu besichtigen. Die App verspricht …