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Weekend of Hell Warm up 2017: Fazit meiner ersten Horror-Convention

Das Weekend of Hell in der Turbinenhalle Oberhausen nennt sich selbst „Europe’s hottest Horror Festival“ – wenn das nicht ein guter Grund ist, um dort herauszufinden, was es auf Horror-Conventions so zu erleben gibt. So viel vorne weg: Am 8. April 2017 war ich wahrscheinlich eine der wenigen, die kein Problem damit hatte, dass nicht ganz so viel los war.

Weekend of Hell 2017: Star-Watch vom 8. bis 9. April 2017

Großer Aufreger wenige Tage vorher: Der angekündigte Top-Star Linda Blair (EXORCIST) sagt ab. Auch für mich eine ziemliche Enttäuschung, zumal ebenfalls Tyler Labine (TUCKER AND DALE VS EVIL) seinen Auftritt gecancelt hat – dazu noch ein paar andere, die mich weniger geschmerzt haben. Für mich war das Line-up trotzdem noch ganz beachtlich: John Altamura (TOXIC AVENGER), Brian Thompson (X-FILES), John Kassir (TALES FROM THE CRYPT), Laurence R. Harvey (THE HUMAN CENTEPEDE 2-3), C.J. Graham (FRIDAY THE 13TH – JASON LIVES!), Erika Ervin (AMERICAN HORROR STORY: FREAK SHOW) und einigen mehr.

Für mich sind die Stars allerdings nicht das Hauptargument, um eine solche Veranstaltung zu besuchen. Klar, dadurch dass nicht besonders viel los war, gab es die Gelegenheit mit den Schauspielern und Indie-Filmemachern, die ihre Werke beim Weekend of Hell vorgestellt haben, ausführlich zu sprechen. Dazu kamen noch die Podiumsgespräche mit den Gästen und das abendliche Event „Dinner with the Stars“. Leider bin ich durch meinen früheren Job in einer Film-PR-Agentur etwas abgestumpft und nicht mehr ganz so wild auf Promi-Kontakt. Außerdem waren für mich die Autogramm- und Foto-Preise recht abschreckend. Aber als X-FILES-Fan konnte ich natürlich nicht ohne eine Unterschrift von Brian Thompson gehen, doch ausgerechnet der war ziemlich muffelig drauf.

Horror-Fans und Cosplayer auf dem Weekend of Hell

Für mich war der coolste Aspekt des Weekend of Hell, dass die ganze Turbinenhalle gefüllt war mit Leuten, die Horror ebenso lieben wie ich. Ich freue mich viel mehr darüber, ein Foto mit Cosplayern zu machen, die ihre „Rolle“ wirklich mit Leidenschaft leben, als mit Berühmtheiten, die für jedes Foto Kohle einstecken und das Ganze quasi als ihren Job betrachten.

Insgesamt fand ich die Atmosphäre sehr angenehm. Händler, WOH-Team und alle anderen waren gut drauf und gesprächig. Die Hallen hätten voller sein können, aber dann wäre es auch nicht so entspannt gewesen an den Ständen, auf den Bier-Bänken beim Essen…etc.

Mit Kind auf das Weekend of Hell???

Der Trip zum Weekend of Hell Warm up 2017 ist für mich zum erweiterten Familienausflug geworden. Im Gepäck hatte ich neben Mann und Freundin auch noch meine Tochter. Wir sind mehrmals darauf angesprochen worden, ob sie nicht zu klein sei, aber es hat super geklappt. Mit zwei Jahren ist sie zum Glück noch furchtlos und kennt durch meine Horror-Begeisterung auch schon diverse Monster, Hexen und Schreckgestalten. Ich hatte mir vorher diverse Berichte und Videos der Horror-Convention angeschaut, um abschätzen zu können, ob es nicht doch zu düster und gruselig für sie ist. Aber unsere Einschätzung war genau richtig. Die Erklärung „Die Leute sind verkleidet wie an Fasching“ hat sie überzeugt.

Der Veranstalter selbst überlässt die Entscheidung den Eltern, was ich sehr gut finde. Nur beim Ab-18er-Händler-Bereich war Schluss für die Kleine. Allerdings war ich auch deshalb froh, dass nicht zu viel los war. Im Gedränge wäre es etwas anstrengend geworden mit ihr. Falls ihr also Eltern seid, kann ich nur sagen: Die Veranstalter und das Team sind super kinderfreundlich, ebenso die meisten anderen Leute. Wie euer Kind auf Horror-Gestalten reagiert, müsst ihr selbst wissen. Nur einen Wickeltisch gibt es nicht 😉

Weekend of Hell mit German Horror Flair

Zeitgleich zum Weekend of Hell lief in den USA die große Monsterpalooza-Convention – und wenn man sich die Fotos dieses Horror-Events anschaut, wird man natürlich super-neidisch. Die Turbinenhalle Oberhausen ist nun mal kein schickes Convention-Center. Dort ist es kalt und vor allem die Halle, in der die Stars sitzen, ist extrem düster und ungemütlich. Es lässt sich argumentieren, dass genau das zum Horrorfilm passt. Ich bin jedoch der Meinung, auch als Horrorfan darf man sich Bequemlichkeit und Luxus leisten. Wegen mir braucht es keine so abgerockte Örtlichkeit.

Horrorshow-Fazit:

Das Weekend of Hell im April 2017 war ein Warm up, vor allem für mich als Horror-Convention-Neuling. Ich gehe fest davon aus, dass es bei der Hauptveranstaltung vom 10. bis 12. November 2017 mehr Stars und mehr Gedränge geben wird – und darauf freue ich mich schon. Für den Einstieg und für meinen Geldbeutel war die kleine Version jedoch genau richtig. Nun mache ich mich daran, all die Filme zu schauen, die ich gekauft habe und Platz zu finden für die tollen Plakate und Fotos. Wir sehen uns im November!

1 Kommentare

  1. Kurz nach Halloween geht’s übrigens wieder los: Am Samstag, 4. November und am Sonntag, 5. November 2017 kommen Horror-Fans und -Stars in die Dortmunder Westfalenhalle für’s nächste Weekend of Hell. Und ich bin natürlich auch wieder da 🙂

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