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Horror-Convention: FearCon 2017 in Bonn

Schock dank FearCon Germany: Das neue deutsche Horror-Event hat mich im Vorfeld fast zum Heulen gebracht. Warum und wie ich vor Ort in Bonn doch noch ziemlich gut entschädigt wurde, erzähle ich Dir gleich. In jedem Fall hat für mich Halloween 2017 am 20. und 21. Oktober statt gefunden.

FearCon 2017: die Sache mit den Stars

Da das erst meine zweite richtige Convention war, bin ich natürlich wieder drauf reingefallen: Ein halbes Jahr lang habe ich mich auf die angekündigten Schauspieler allen voran Julian Sands gefreut, um dann aufgrund ihrer Absagen kurz vorher derb enttäuscht zu werden. Ich betone zwar immer gern, dass ich nicht so stargeil bin (Unterschriften oder Fotos habe ich mir tatsächlich nicht geholt), aber Julian Sands zu treffen, war mir doch ziemlich wichtig.

Aber die Lektion habe ich wirklich gelernt: Bei Horror-Conventions geht es gar nicht um die Schauspieler. Es ist zwar cool, dass sie da sind und jeder auf seine Weise etwas Interessantes zu erzählen hat. Aber den Fans und Horror-Enthusiasten können sie eben doch nicht das Wasser reichen. Die bringen das richtige Leben zum Horror-Event.

Daumen hoch für die FearCon

Vor allem auf der FearCon-Facebook-Seite lassen einige Event-Besucher ihren Unmut raus. Sie hätten sich mehr Leute, mehr Kostüme, mehr Händler gewünscht… mehr von allem geht immer – aber unsere eineinhalb Tage auf der FearCon waren gut gefüllt. Denn das Rahmenprogramm war wirklich üppig mit Panels, Konzert von Ari Lehman und seiner Band Jason First, Haunted House, Partys, Horror Musical, Vorträgen, Make-up-Workshops, Film- und Trailerscreenings. Dafür fand ich auch den Wochenend-Ticketpreis von 75 Euro angemessen. Klar, hätte ich mir ein paar mehr Händler gewünscht, aber mein Geld bin ich auch so losgeworden.

Die Location im Maritim Hotel Bonn hatte definitiv viele Vorzüge gegenüber unserem Besuch auf dem Weekend of Hell im April 2017. Anfangs war ich skeptisch, ob es nicht eine Spur zu schick ist für den Horror, aber der Wohlfühl-Faktor hat überwogen. Die Abläufe waren eingespielt, das FearCon-Team super professionell und freundlich – kein Wunder, denn die Veranstalter FedCon waren bereits für andere Events dort.

Candyman, Klaus und andere Stars

Zugegeben, den „wichtigsten“ Star, Joseph Morgan aus den Serien VAMPIRE DIARIES und THE ORIGINALS, habe ich nicht gekannt. Aber seine Interviews waren trotzdem sehr unterhaltsam. Ich habe mich gefreut, Tony Todd (CANDYMAN), Ari Lehman (FREITAG DER 13.) und Patricia Quinn (ROCKY HORROR PICTURE SHOW) zu sehen. Natürlich haben wir uns in den Panels auch noch die Geschichten von anderen Schauspielern angehört, wobei ich eine der besten Ideen der Convention loben muss: Einen Großteil der Interviews führte Schauspielerin Clare Kramer (BUFFY), die das sehr gekonnt und eben quasi auf „Hollywood-Niveau“ gemacht hat. Im Vergleich hat die deutsche Moderatorin leider verloren.

Interessant mal wieder zu merken, wie unterschiedlich Schauspieler sind, wie professionell oder eher genervt sie mit der Situation auf einer Convention umgehen. Der entscheidende Unterschied zu den FearCon-Besuchern ist jedoch, dass die Darsteller den Horror eben nur spielen, wir anderen leben ihn.

Horror-Fans im Convention-Rausch

Mich hat es mal wieder sehr glücklich gemacht, von Menschen umgeben zu sein, die sich genauso für Horror begeistern wie ich. Dabei haben wir einige neue Leute kennengelernt und solche endlich mal im wahren Leben getroffen, die ich vorher nur über Social Media kannte. Deshalb finde ich es auch so wichtig, dass es bei einer Horror-Con eben nicht nur Stars, Filme und Panels zu konsumieren gibt – sondern auch bei den Partys und Workshops die Möglichkeit, sich auszutauschen.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass die FearCon 2018 in die nächste Runde geht!

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