Allgemein, Orte
Schreibe einen Kommentar

Walker Stalker Germany 2018 in Mannheim

Zum ersten Mal kamen die Stars von THE WALKING DEAD mit ihrer Walker Stalker Fan-Convention nach Deutschland. Das Darsteller-Aufgebot lockte natürlich die Massen an. Kleiner Hinweis vorneweg: Dieser Walker Stalker-Bericht würde sicher anders klingen, wenn ich ein waschechter WALKING DEAD-Fan wäre und nicht nur eine langjährige Sympathisantin. Trotzdem hatte ich eine herrliche Zeit auf dem Maimarktgelände in Mannheim und bin froh, mir diese „Luxus-Convention“ gegönnt zu haben.

Das ganze Jahr sparen für Walker Stalker

Für Fans normal, für mich too much (money): Durch die deutschen Horror-Conventions, die ich bis jetzt besucht habe, bin ich es einfach anders gewohnt. Günstigere Preise, bunteres Programm, deutlich lockere Bedingungen. Tagesticket für über 50 Euro fand ich noch okay, aber als in den letzten Monaten vorm Event die Fotopreise veröffentlicht wurden, war ich doch etwas geschockt: Über 130 Euro für ein Bild mit Norman Reedus und Jeffrey Dean Morgan – was kosten dann die Autogramme? Bis zu 80 Euro, wie sich rausgestellt hat und ab 30 Euro für ein Selfie mit dem Star am Stand. Kein Wunder, dass viele Fans das ganze Jahr für solche Events sparen.

Dazu nervten mich die ganzen Vorschriften schon im Vorfeld: Nur durchsichtige Rucksäcke oder Taschen in einer bestimmten Größe, Snacks nur originalverpackt oder in durchsichtigen Beuteln, nicht mehr als ein Liter Getränke mitbringen…

Walking Dead in Mannheim

Jetzt aber genug Negatives und ab zu den schönen Seiten: 14 Top-WALKING DEAD-Darsteller von Chandler Riggs bis Alanna Masterson und drei SONS OF ANARCHY (Ron Perlman, Tommy Flanagan, Ryan Hurst) – eine stolze Mannschaft, die da nach Deutschland kam. Die Abwesenheit von Andrew Lincoln und anderen langjährigen Cast-Membern war da definitiv zu verschmerzen. Vor allem wegen des Dreamteams Norman Reedus und Jeffrey Dean Morgan, die bei ihrem gemeinsamen Panel bewiesen, wie viel Spaß Fantreffen für Schauspieler bedeuten können. Natürlich waren ihre Foto-Calls und Autogramme am beliebtesten und nicht für alle zu haben.

Pollyanna McIntosh – mein Walker Stalker-Highlight

Ich habe mich extrem gefreut, dass kurz vor der Walker Stalker noch Pollyanna McIntosh zugesagt hat. In ihrer Rolle als Garbage Queen Jadis kann ich sie eigentlich nicht leiden, aber als Horror-Darstellerin vor allem in THE WOMAN (2011) hat sie mich nachhaltig beeindruckt. Ihr Autogramm-Stand war auch nicht übermäßig voll, so dass ich richtig Zeit hatte bei Unterschrift und Selfie (für zusammen 50 Euro) mit ihr zu sprechen. Sie war sehr entspannt, nett und professionell. Und sie hat meinen Wunsch erfüllt: Sie bleibt dem Horror-Genre treu und wird bald mit neuen Werken von sich reden machen – ich bin sehr gespannt.

VIP oder normaler Gast?

Wer bei so einer Fan-Convention in der ersten Reihe sitzen bzw. stehen will, sollte auf eines der besseren Tickets setzen (VIP, Platinum etc.). Dann gibt es den entspannteren, früheren Einlass, die besten reservierten Panel-Plätze, garantierte Fotos und die Vorzüge an der Autogramm-Schlange.

Das haben die Organisatoren auch wirklich gut umgesetzt. Überhaupt waren die ganzen Abläufe gut abgestimmt, das Personal hilfreich und vor allem zahlreich vorhanden. Als Schwangere konnte ich auch besonderen Service genießen – in dem Fall sind die amerikanischen Standards echt super.

Die Panels wurden auf Englisch geführt, allerdings simultan auf Deutsch übersetzt und sogar in Gebärdensprache. Schade war jedoch, dass die Darsteller jeweils nur an einem Tag gesprochen haben. Mit Tagesticket habe ich deshalb die Hälfte auf der Bühne verpasst.

Walker Stalker – was gab’s noch?

Merchandise gab es genug, nur seltsamerweise keine Filme, nicht mal WALKING DEAD Sondereditionen o.ä. Tätowierer waren da, die Autogramme direkt unter der Haut verewigten – was zumindest eine Frau für ein Norman Reedus-Autogramm sogar auf ihrem Hintern in Anspruch genommen hat. Dann noch zwei extrem überzeugende Negan und Rick-Cosplayer mit Fotostand und eine Zombie-Fotoszene (kannte ich jeweils natürlich schon). Genug Essen und einen großen Essensraum gab es auf dem großen Messe-Gelände natürlich auch.

Für mich mal wieder unverständlich: Warum gibt es bei Conventions so selten tolles Rahmenprogramm? Hätte man nicht noch einen Zombie-Walk organisieren können? Dann wären vielleicht auch mehr Cosplayer vor Ort gewesen. Auch ein Abend-Event wäre Klasse gewesen, um den Austausch von Fans noch zu steigern.

Horrorshow-Fazit

Die Macher stellen bereits das nächste Walker Stalker Germany-Event für 2019 in Aussicht. Aber mein Bedarf ist erst einmal gedeckt. Ich spare mein Geld lieber für die nächsten Horror-Conventions, wo Filmlegenden erscheinen, für die mein Herz wirklich schlägt (und deren Autogramme auch schon ab 25 Euro zu haben sind). Trotzdem kann ich die Veranstaltung allen Fans und Freunden mit genug Budget empfehlen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.