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Convention-Bericht: Weekend of Hell Spring 2018 in Dortmund

Welten liegen zwischen Special Guest Bruce Campbell und meinem Convention-Highlight Dario Argento – und genau das ist es, was so ein Horror-Event ausmacht: das ganze düster-rote Spektrum an einem Wochenende. Deshalb habe ich es mal wieder nicht bereut, für einen Tag zum Weekend of Hell gefahren zu sein, diesmal zur Spring Edition vom 7. bis 8. April 2018. Ein kurzer Überblick über meine Erfahrungen folgt hier.

Horror-Stars in Dortmund

Man muss es den Veranstaltern echt lassen: Sie bringen Horror-Stars nach Deutschland, auf die Fans wirklich abfahren. Bruce Campbell ist sicher für die meisten Besucher eine absolute Kult-Legende – entsprechend ließ er sich auf der Bühne, bei Autogrammen und Photoshoots natürlich feiern. Wie er das Publikum beim Panel im Griff hatte und unterhielt, machte die sprachlosen Moderatoren bestimmt etwas neidisch. Auch über die Anwesenheit von Neve Campbell, Laurie Holden, Danny Glover und Franco Nero habe ich mich extrem gefreut. Wirklich vorbildlich: Im Vorfeld gab es kaum Absagen!

Pannen bei den Panels

Gewundert hat mich, dass sich die Soundqualität von den Panels im Vergleich zu November 2017 sogar noch verschlechtert hat. Bei unserem ersten Morgen-Panel mit Dario Argento sind wir in den VIP-Bereich der vordersten Stuhlreihen vorgedrungen, um überhaupt etwas zu verstehen. Kein Wunder, bei der großen Halle und diversen störenden Nebengeräuschen bzw. Musik von anderen Ständen. Bei den weiteren Gästen wurde es nicht wirklich besser, schwer sich dabei zu konzentrieren und fast unmöglich, den Stars Fragen zu stellen – denn man konnte sich nie sicher sein, ob die Frage nicht bereits dran war. Die Moderatoren brachten die Publikumsbeteiligung (deshalb) auch nicht zum Maximum.

Dario Argento beim Weekend of Hell

Wenigstens die Antwort auf eine Panel-Frage habe ich gut verstanden: nämlich die auf meine Frage an Dario Argento, für die ich ganz nach vorne gehen durfte. So habe ich erfahren, dass die Zusammenarbeit mit seiner (anfangs ja noch sehr jungen Tochter) Asia für die Vater-Tochter-Beziehung viel Positives gebracht hat. Sie hat quasi aus der Praxis erfahren, wie ihr Vater als Filmemacher tickt und was ihm an seiner Arbeit so wichtig ist. Ein Einblick, um den sie viele sicher beneiden. Außerdem sei er stolz auf die Leistungen seiner Tochter – auch weil sie in der aktuellen Sexismus-Missbrauchs-Debatte um Hollywoodgröße Harvey Weinstein eine der ersten war, die vor der Öffentlichkeit gesprochen hat.

WoH Dortmund: viele Fans, aber nicht viel Austausch

Ansonsten lief die Veranstaltung wieder recht professionell ab. Die Auswahl an Händlern, Fangruppen, Cosplayern etc. war abwechslungsreich und fast zu viel für einen Tag. Der Massen-Ansturm vom Morgen hatte sich bereits gegen Samstag Mittag etwas gelichtet, so dass wir entspannter an den Ständen shoppen konnten. Schade fand ich wieder, dass sich nach dem letzten Panel mit Bruce Campbell alles aufgelöst hat. Ich würde mich weiterhin über ein Abendevent abseits vom doch eher förmlichen Dinner mit den Stars freuen, zum Beispiel Konzert, Party oder von mir aus auch nur die Option auf einen Austausch bei einem kleinen Bierchen nach 18 Uhr.

Weiter geht’s mit Horror in Dortmund beim nächsten Weekend of Hell vom 3. bis 4. November 2018. Angekündigt sind bisher u.a.: Steven Seagal, Robert Englund und Clare Higgins.

P.S. Und wer Rutger Hauer verehrt wie ich, der kommt am 5. und 6. Mai 2018 nach Frankfurt am Main zur Comicon!

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