Autor: Mimi

Testbericht zum Start von Shudder Deutschland

Endlich haben auch Deutschland und Österreich ihren eigenen Shudder-Kanal. Seit Halloween 2017 will der Sparten-Streaming-Dienst allen etwas bieten, denen es nur nach Horror, Schockern und Nervenkitzel gelüstet. Doch was kann die Filmauswahl, die laut Shudder von Experten extra für das deutsche Publikum erstellt wurde? Hier meine ersten Gedanken nach einem Rundgang durch das Shudder-Angebot. Shudder Deutschland: viel Luft nach oben Ich spanne Dich gar nicht lang auf die Folter: Noch bin ich enttäuscht vom Shudder-Angebot. Bei manchen Schwachpunkten handelt es sich vielleicht noch um Kinderkrankheiten, die hoffentlich bald behoben werden. So gibt es beispielsweise nur die deutsche Sprachfassung der Filme zu sehen. Die beschreibenden Texte sind nicht alle wirklich aussagekräftig. Eine Download-Option wie bei Amazon Prime Video gibt es leider gar nicht. Der Aufbau nach Kategorien ist unübersichtlich bzw. nervig, da wie auch bei anderen Streaming-Diensten die Filme immer in mehreren Sparten auftauchen. Da das Shudder-Programm noch recht klein ist, hat man das Gefühl, ständig die gleichen drei Filme zu sehen. Außerdem klingen die Kategorien, als wären sie vom Sprachcomputer aus dem Englischen übersetzt worden, …

Horror-Convention: FearCon 2017 in Bonn

Schock dank FearCon Germany: Das neue deutsche Horror-Event hat mich im Vorfeld fast zum Heulen gebracht. Warum und wie ich vor Ort in Bonn doch noch ziemlich gut entschädigt wurde, erzähle ich Dir gleich. In jedem Fall hat für mich Halloween 2017 am 20. und 21. Oktober statt gefunden. FearCon 2017: die Sache mit den Stars Da das erst meine zweite richtige Convention war, bin ich natürlich wieder drauf reingefallen: Ein halbes Jahr lang habe ich mich auf die angekündigten Schauspieler allen voran Julian Sands gefreut, um dann aufgrund ihrer Absagen kurz vorher derb enttäuscht zu werden. Ich betone zwar immer gern, dass ich nicht so stargeil bin (Unterschriften oder Fotos habe ich mir tatsächlich nicht geholt), aber Julian Sands zu treffen, war mir doch ziemlich wichtig. Aber die Lektion habe ich wirklich gelernt: Bei Horror-Conventions geht es gar nicht um die Schauspieler. Es ist zwar cool, dass sie da sind und jeder auf seine Weise etwas Interessantes zu erzählen hat. Aber den Fans und Horror-Enthusiasten können sie eben doch nicht das Wasser reichen. Die …

Horror-Challenge 2017: Meine #31DaysOfHorror im Oktober

In diesem Jahr bin ich dabei: 31 Oktober-Tage und 31 Horror-Streifen darunter Klassiker und Neuerscheinungen, Filme, die ich zum ersten Mal sehe und einige meiner absoluten Horror-Lieblinge. Auf Instagram poste ich unter #31DaysOfHorror jeden Tag, was ich bis Halloween anschaue. Eine Liste mit Trailern findet ihr aber auch hier – vielleicht ist die eine oder andere Anregung dabei, um Dich auf Halloween einzustimmen. 1. Oktober: GHOST SHIP Zuerst und zuletzt 2002 im Kino gesehen – bis auf die geniale Anfangssequenz habe ich mich eigentlich an nichts mehr erinnert. Deshalb war der zweite Besuch auf dem GHOST SHIP auch ein schöner Trip. 2. Oktober: THE CHURCH THE CHURCH war einer der ersten Italo-Horror-Streifen, den ich als Teenie gesehen habe. Deshalb und weil er in Deutschland spielt (zum Teil in Hamburg gedreht wurde), liegt er mir sehr am Herzen. Er hat seine Schwächen und deutliche Längen, aber noch mehr Pluspunkte. 3. Oktober: TRICK ‚R TREAT Zum ersten Mal gesehen und viel erwartet: Fies und spaßig ist er, aber auch nicht ganz fehlerfrei. Die Verwebung der verschiedenen Storys …

Fantasy Filmfest 2017: Frankfurt zittert bei IT, MAYHEM & Co

Nein, auch in diesem Jahr konnte ich es mir zeitlich und finanziell nicht leisten, das ganze Fantasy Filmfest 2017 mitzunehmen. Aber ich habe ganz gut gewählt, hier meine Kurz-Reviews zu 47 METERS DOWN, MY FRIEND DAHMER, VERONICA, MAYHEM, JUNGLE und mein Lieblings-Kurzfilm TICKLE MONSTER. 47 METERS DOWN Die Story ist simpel, aber effektiv und unterhaltsam umgesetzt: Zwei Schwestern (Mandy Moore, Claire Holt) wollen auf ihrem Mexiko-Trip richtig was erleben. Deshalb lassen sie sich von ihren Urlaubsflirts zu einem Tauchausflug im Haikäfig überreden. Leider ist das Boot von Captain Taylor (Matthew Modine) so schrottig, dass ihr größter Alptraum wahr wird: Der Käfig sinkt mit den jungen Frauen 47 Meter tief auf den Meeresboden. Die Luft wird knapp, das Rettungs-Kommando taucht nicht auf, der Käfig ist Schutz und Gefängnis zugleich. Nicht irritieren lassen, 47 METERS DOWN ist kein klassischer Haifilm. Die Haie stellen zwar einen großen Bedrohungsfaktor dar, aber der wahre Horror entsteht durch das übermächtige Element des tiefen Wassers – für das wir Menschen nun mal so gar nicht gemacht sind. Auf der großen Leinwand wirkt …

Es (2017): Bester Horrorfilm 2017?

ES (IT, 2017) kommt genau zur richtigen Zeit in die Kinos: Zum einen wird es Herbst und Halloween naht – zum anderen haben große Horrorproduktionen wie die CONJURING-Serie bewiesen, dass sich mit Grauen viele Zuschauer locken lassen. Nach massenhaft ausverkauften Vorführungen und einem Rekord-Einspielergebnis in den USA will ES ab dem 28. September 2017 auch Deutschland heimsuchen. Ein Must-See für jeden Horrorfan, keine Frage. Mehr im fast Spoiler-freien Review. ES 2017: Was passiert Ich muss nicht viel zur Handlung sagen, oder? Die Story kennt nach der TV-Verfilmung von 1990 mit Tim Curry als Killer-Clown Pennywise wohl jeder. Auch die aktuelle Kino-Version von ES hält sich an die Basics von Stephen Kings Mammut-Werk: In der Stadt Derry verschwinden in regelmäßigen Abständen Kinder, darunter auch der kleine Georgie. Sein Bruder Billy und die Freunde aus seinem Loser-Club sind die Einzigen, die sich dem Bösen entgegenstellen. Dabei haben die Außenseiter eigentlich schon genug Probleme mit ihren verkorksten Familien, den Schulrowdys, dem Erwachsenwerden und der ersten Liebe. IT 2017 ist ein extrem gelungenes Remake, denn es schlägt viele neue …

Sagenhafter Odenwald: Riesen, Geisterheer und Burgschatz

In der Sagen- und Geisterwelt des Odenwalds geht es recht kampfeslustig zu. Wer sich an die Schauplätze dieser Legenden begibt, kriegt jedoch ein wunderbar friedliches Naturpanorama zu sehen. Wanderbegeisterte Grusel-Freunde sollten also unbedingt einen Ausflug in diese Region planen. Odenwald: Wie die Riesen das Felsenmeer schufen Es lebten einmal zwei Riesen, der eine auf dem Hohenstein, der andere auf dem gegenüberliegenden Felsberg. Als die beiden miteinander Streit bekamen, lieferten sie sich ein Duell nach Riesen-Art: Sie bewarfen sich mit großen Felsbrocken. Da es auf Hohenstein mehr Steine gab, konnte der dortige Riese das Match für sich gewinnen und begrub den anderen unter den Brocken. Noch heute soll der Verlierer unter den Steinmassen des Reichenbacher Felsenmeers liegen. Aber als wir dort herumkletterten, konnten wir den Riesen leider nicht dazu bringen, einen Laut von sich zu geben. Bei anderen Gelegenheiten soll er jedoch jämmerlich gestöhnt haben. Vielleicht haben wir ihn jedoch auch nicht gehört, weil es sich ganz anders zugetragen hat. Die Sage hat nämlich noch ein alternatives Ende: Der Riese vom Felsberg soll einen mächtigen Felsen …

Beste Horrorfilme #3: Wenn die Gondeln Trauer tragen (Don’t Look Now)

Welcher Horror-Fan denkt beim Anblick von roten Mänteln nicht an DON’T LOOK NOW (1973) – und den grausamen deutschen Titel des Meisterwerks: WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN? Was die Verfilmung von Daphne du Mauriers Romanvorlage außer diesem Farbsymbol noch zu bieten hat, liest Du hier, denn Nicolas Roegs Meisterwerk ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Worum geht’s bei WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN? Der Kirchenrestaurator John Baxter (Donald Sutherland) und seine Frau Laura können nicht verhindern, dass ihre Tochter (bekleidet in roten Regenmantel) im eigenen Garten in England ertrinkt. Während ihr Sohn im Internat gut aufgehoben ist, reist das Ehepaar nach Venedig, wo John arbeiten soll – ihre Trauer um das Kind können sie jedoch nicht hinter sich lassen. Die triste Stadt der Kanäle ist das ideale Setting für eine Trauerarbeit der ganz anderen Art. John und Laura treffen auf ein kurioses britisches Schwestern-Gespann, die behaupten Kontakt zur toten Tochter aufnehmen zu können. Andere unheilvolle Geschehnisse tun ihr übriges, um das Paar noch weiter hinein in die Welt des Übersinnlichen zu ziehen. Schau Dir die Wirkung …

Fantasy Filmfest Nights 2017: PET und EAT LOCAL

Für die Fantasy Filmfest Nights 2017 hatte ich leider nicht genug Zeit, da wir demnächst umziehen. Mit meiner Filmauswahl war ich nicht so richtig glücklich, aber immerhin: Endlich habe ich PET gesehen, von dem ich schon so viel (Kritisches) gelesen habe. Außerdem war ich super gespannt auf den britischen Vampir-Film EAT LOCAL von Schauspieler Jason Flemyng (BELOW, FROM HELL…). Wie die beiden bei mir abgeschnitten habe, liest Du hier. PET (2016) PET ist wieder so ein Film, den man kaum spoilerfrei beschreiben kann – nicht mal in so einer Kurzfassung: Seth (Dominic Monaghan) ist ein Angestellter im Tierheim, Single und ein Abziehbild-Loser. Als er seiner ehemaligen Mitschülerin Holly (Ssenia Solo) begegnet und hinter ihr düsteres Geheimnis kommt, findet er seine Bestimmung: Er will die blonde Schönheit retten, indem er sie in einem verlassenen Teil des Tierheims in einen kleinen Käfig steckt. Damit habe ich schon den ersten Plot-Twist vorweg genommen: Die Angebetete ist kein unschuldiges Lamm, der verliebte Trottel (jedenfalls anfangs) noch kein Psycho-Stalker. Doch das ist nicht das Ende dieses Machtspiels, bei dem die …

Must-See-Horrorfilm 2017: Review zu GET OUT

Endlich hat das Warten ein Ende, der bereits viel gelobte GET OUT läuft auch bei uns (deutscher Kinostart 4. Mai 2017) und um es vorweg zu nehmen: Meine Erwartungen an diesen Horrorfilm, der das brandaktuelle Thema von Weiß gegen Schwarz aufgreift, wurden tatsächlich noch übertroffen. Also unbedingt anschauen! Noch nicht ganz überzeugt? Dann gebe ich Dir noch ein paar gute Gründe, um GET OUT zu schauen. Lies weiter! Darum geht’s in GET OUT Die News aus den USA drehen sich immer wieder um das Thema Hautfarbe und Konflikte zwischen Schwarz und Weiß. Kein Wunder, dass der 26-jährige Fotograf Chris (Daniel Kaluuya) seine weiße Freundin Rose (Allison Williams) fragt, ob ihre Eltern überhaupt wissen, dass er schwarz ist. Mit gemischten Gefühlen fährt er mit ihr zum ersten Kennenlern-Treffen zu dem großen, abgelegenen Haus im Nirgendwo. Schnell ist klar: Dieser Trip wird für Chris sogar noch schlimmer, als befürchtet. Für Vater Dean (Bradley Whitford), Mutter Missy (Catherine Keener) und Bruder Jeremy (Caleb Landry Jones) ist die Hautfarbe ein wichtiges, quasi das einzige Thema. Mit intellektuell-überheblichem Gerede erklären …

Top 10 Audio-Horror: Klassische Grusel- und Geistergeschichten zum Hören

Stop, wait and listen: Grauen für die Ohren geht besonders unter die Haut – deshalb habe ich für Dich zehn meiner liebsten Grusel- und Geistergeschichten herausgesucht, die es natürlich auch zu hören gibt. Seitdem sich der Creepypasta-Trend größter Beliebtheit erfreut, gibt es neben den professionell erstellten Horror-Hörspielen und -Hörbüchern ebenso gute Vertonung klassischer Geschichten von Privatpersonen. Hier habe ich Dir eine gute Mischung zusammengesucht aus englischen, amerikanischen (im Original) und zwei deutschen Horrorstorys – alle über YouTube hörbar. 1. The Monkey’s Paw (1902) von William Wymark Jacobs „The Monkey’s Paw“ („Die Affenpfote“) ist bei weitem meine Lieblings-Gruselgeschichte: Eine mumifizierte Affenpfote erfüllt seinem Besitzer drei Wünsche, doch nicht immer auf angenehmen Wegen. Als Kolonialoffizier Sergeant Major Morris der Familie White dieses kuriose Stück übergibt, müssen die Whites erfahren, auf welche schreckliche Weise so mancher Wunsch erfüllt wird. Eine ganz klassisch gestrickte Geschichte, die Horror entstehen lässt, ohne derbe Details – hauptsächlich durch die Imagination des Hörers/Lesers. 2. The Tell-Tale Heart (1843) von Edgar Allan Poe Es ist schwer, nur eine einzige Geschichte aus dem Werk des …