Alle Artikel in: Filme

Das war mein Women in Horror Month 2018

Der Women in Horror Month (WIHM) ging im Februar 2018 bereits in die 9. Runde – in Deutschland ist von dieser Initiative trotzdem noch nicht viel angekommen. Dabei gab es mit einem offiziellen Beitrag bzw. filmischen Blutspende-Aufruf („Massive Blood Drive“) der Soska Sisters Jen und Sylvia sogar sehr prominente Unterstützung dieses Jahr. Gerade mal eine Veranstaltung wurde hierzulande gelistet: Da ich leider nicht zum Final Girls Berlin Film Festival reisen konnte, habe ich die Frauen im Horror-Genre durch meine Teilnahme an einer Instagram-Challenge zelebriert. Als Opfer, als Heldin, als Psycho oder Genie hinter der Kamera… Schwelge mit mir in Erinnerungen an wunderbare Werke und denkwürdige Auftritte von Frauen in meinem liebsten Genre. Mehr über den Women in Horror Month erfährst Du auf der offiziellen Webseite. Tag 1: Witch, please – Anjelica Huston in HEXEN, HEXEN (THE WITCHES) Absolutes Kindheitstrauma! Keine Hexe wird mir je wieder solche Angst machen. Tag 2: Love to hate – Isabelle Fuhrman in ORPHAN Ein Mädchen mit wirklich finsterer Strahlkraft – Fuhrman spielte diese Rolle der alten Seele gefangen in einem …

Fantasy Filmfest 2018: die White Nights in Frankfurt

Der Start in die Filmfestival-Saison 2018 ist gemacht – und war (bis auf ein Ärgernis) recht positiv: neun Filme an zwei Tagen habe ich auf den Frankfurter Fantasy Filmfest White Nights gesehen. Meine Kurz-Kritiken zu den neuen Produktionen sowie die Trailer findest Du in diesem Artikel. THE LODGERS Ein Gothic-Horror aus Irland – mit jungen, hübschen und sehr blassen Hauptdarstellern sowie sehr viel Symbolik: das monumentale Herrenhaus, das verstörte Zwillingsgeschwister-Paar, ein schwarzer Rabe und das unheilvoll konnotierte Element Wasser. In THE LODGERS hat alles eine tragische Schwere, nicht nur die Bilder auch die Dialoge tragen viel Gewicht. Ein unheilvolles Gefühl können sie vermitteln, das geht aber auf Kosten des Unterhaltungsfaktors. Einen gruseligen Schauer habe ich an keiner Stelle gespürt, mit den weltfremd, leblosen Figuren nicht mitgefühlt. Die Wassergeister sind nicht gruselig, die Konflikte der Figuren nur behauptet. Mindestens 20 Minuten zu lang und viel zu unterkühlt. Schade. LES AFFAMÉS Der Zombie-Angriff auf Kanada erspart uns Klischee-Untote, sie erinnern eher an die BODY SNATCHERS, die ihre eigene Logik zu haben scheinen – die sie nur leider …

Testbericht zum Start von Shudder Deutschland

Endlich haben auch Deutschland und Österreich ihren eigenen Shudder-Kanal. Seit Halloween 2017 will der Sparten-Streaming-Dienst allen etwas bieten, denen es nur nach Horror, Schockern und Nervenkitzel gelüstet. Doch was kann die Filmauswahl, die laut Shudder von Experten extra für das deutsche Publikum erstellt wurde? Hier meine ersten Gedanken nach einem Rundgang durch das Shudder-Angebot. Shudder Deutschland: viel Luft nach oben Ich spanne Dich gar nicht lang auf die Folter: Noch bin ich enttäuscht vom Shudder-Angebot. Bei manchen Schwachpunkten handelt es sich vielleicht noch um Kinderkrankheiten, die hoffentlich bald behoben werden. So gibt es beispielsweise nur die deutsche Sprachfassung der Filme zu sehen. Die beschreibenden Texte sind nicht alle wirklich aussagekräftig. Eine Download-Option wie bei Amazon Prime Video gibt es leider gar nicht. Der Aufbau nach Kategorien ist unübersichtlich bzw. nervig, da wie auch bei anderen Streaming-Diensten die Filme immer in mehreren Sparten auftauchen. Da das Shudder-Programm noch recht klein ist, hat man das Gefühl, ständig die gleichen drei Filme zu sehen. Außerdem klingen die Kategorien, als wären sie vom Sprachcomputer aus dem Englischen übersetzt worden, …

Horror-Challenge 2017: Meine #31DaysOfHorror im Oktober

In diesem Jahr bin ich dabei: 31 Oktober-Tage und 31 Horror-Streifen darunter Klassiker und Neuerscheinungen, Filme, die ich zum ersten Mal sehe und einige meiner absoluten Horror-Lieblinge. Auf Instagram poste ich unter #31DaysOfHorror jeden Tag, was ich bis Halloween anschaue. Eine Liste mit Trailern findet ihr aber auch hier – vielleicht ist die eine oder andere Anregung dabei, um Dich auf Halloween einzustimmen. 1. Oktober: GHOST SHIP Zuerst und zuletzt 2002 im Kino gesehen – bis auf die geniale Anfangssequenz habe ich mich eigentlich an nichts mehr erinnert. Deshalb war der zweite Besuch auf dem GHOST SHIP auch ein schöner Trip. 2. Oktober: THE CHURCH THE CHURCH war einer der ersten Italo-Horror-Streifen, den ich als Teenie gesehen habe. Deshalb und weil er in Deutschland spielt (zum Teil in Hamburg gedreht wurde), liegt er mir sehr am Herzen. Er hat seine Schwächen und deutliche Längen, aber noch mehr Pluspunkte. 3. Oktober: TRICK ‚R TREAT Zum ersten Mal gesehen und viel erwartet: Fies und spaßig ist er, aber auch nicht ganz fehlerfrei. Die Verwebung der verschiedenen Storys …

Fantasy Filmfest 2017: Frankfurt zittert bei IT, MAYHEM & Co

Nein, auch in diesem Jahr konnte ich es mir zeitlich und finanziell nicht leisten, das ganze Fantasy Filmfest 2017 mitzunehmen. Aber ich habe ganz gut gewählt, hier meine Kurz-Reviews zu 47 METERS DOWN, MY FRIEND DAHMER, VERONICA, MAYHEM, JUNGLE und mein Lieblings-Kurzfilm TICKLE MONSTER. 47 METERS DOWN Die Story ist simpel, aber effektiv und unterhaltsam umgesetzt: Zwei Schwestern (Mandy Moore, Claire Holt) wollen auf ihrem Mexiko-Trip richtig was erleben. Deshalb lassen sie sich von ihren Urlaubsflirts zu einem Tauchausflug im Haikäfig überreden. Leider ist das Boot von Captain Taylor (Matthew Modine) so schrottig, dass ihr größter Alptraum wahr wird: Der Käfig sinkt mit den jungen Frauen 47 Meter tief auf den Meeresboden. Die Luft wird knapp, das Rettungs-Kommando taucht nicht auf, der Käfig ist Schutz und Gefängnis zugleich. Nicht irritieren lassen, 47 METERS DOWN ist kein klassischer Haifilm. Die Haie stellen zwar einen großen Bedrohungsfaktor dar, aber der wahre Horror entsteht durch das übermächtige Element des tiefen Wassers – für das wir Menschen nun mal so gar nicht gemacht sind. Auf der großen Leinwand wirkt …

Es (2017): Bester Horrorfilm 2017?

ES (IT, 2017) kommt genau zur richtigen Zeit in die Kinos: Zum einen wird es Herbst und Halloween naht – zum anderen haben große Horrorproduktionen wie die CONJURING-Serie bewiesen, dass sich mit Grauen viele Zuschauer locken lassen. Nach massenhaft ausverkauften Vorführungen und einem Rekord-Einspielergebnis in den USA will ES ab dem 28. September 2017 auch Deutschland heimsuchen. Ein Must-See für jeden Horrorfan, keine Frage. Mehr im fast Spoiler-freien Review. ES 2017: Was passiert Ich muss nicht viel zur Handlung sagen, oder? Die Story kennt nach der TV-Verfilmung von 1990 mit Tim Curry als Killer-Clown Pennywise wohl jeder. Auch die aktuelle Kino-Version von ES hält sich an die Basics von Stephen Kings Mammut-Werk: In der Stadt Derry verschwinden in regelmäßigen Abständen Kinder, darunter auch der kleine Georgie. Sein Bruder Billy und die Freunde aus seinem Loser-Club sind die Einzigen, die sich dem Bösen entgegenstellen. Dabei haben die Außenseiter eigentlich schon genug Probleme mit ihren verkorksten Familien, den Schulrowdys, dem Erwachsenwerden und der ersten Liebe. IT 2017 ist ein extrem gelungenes Remake, denn es schlägt viele neue …

Beste Horrorfilme #3: Wenn die Gondeln Trauer tragen (Don’t Look Now)

Welcher Horror-Fan denkt beim Anblick von roten Mänteln nicht an DON’T LOOK NOW (1973) – und den grausamen deutschen Titel des Meisterwerks: WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN? Was die Verfilmung von Daphne du Mauriers Romanvorlage außer diesem Farbsymbol noch zu bieten hat, liest Du hier, denn Nicolas Roegs Meisterwerk ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Worum geht’s bei WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN? Der Kirchenrestaurator John Baxter (Donald Sutherland) und seine Frau Laura können nicht verhindern, dass ihre Tochter (bekleidet in roten Regenmantel) im eigenen Garten in England ertrinkt. Während ihr Sohn im Internat gut aufgehoben ist, reist das Ehepaar nach Venedig, wo John arbeiten soll – ihre Trauer um das Kind können sie jedoch nicht hinter sich lassen. Die triste Stadt der Kanäle ist das ideale Setting für eine Trauerarbeit der ganz anderen Art. John und Laura treffen auf ein kurioses britisches Schwestern-Gespann, die behaupten Kontakt zur toten Tochter aufnehmen zu können. Andere unheilvolle Geschehnisse tun ihr übriges, um das Paar noch weiter hinein in die Welt des Übersinnlichen zu ziehen. Schau Dir die Wirkung …

Fantasy Filmfest Nights 2017: PET und EAT LOCAL

Für die Fantasy Filmfest Nights 2017 hatte ich leider nicht genug Zeit, da wir demnächst umziehen. Mit meiner Filmauswahl war ich nicht so richtig glücklich, aber immerhin: Endlich habe ich PET gesehen, von dem ich schon so viel (Kritisches) gelesen habe. Außerdem war ich super gespannt auf den britischen Vampir-Film EAT LOCAL von Schauspieler Jason Flemyng (BELOW, FROM HELL…). Wie die beiden bei mir abgeschnitten habe, liest Du hier. PET (2016) PET ist wieder so ein Film, den man kaum spoilerfrei beschreiben kann – nicht mal in so einer Kurzfassung: Seth (Dominic Monaghan) ist ein Angestellter im Tierheim, Single und ein Abziehbild-Loser. Als er seiner ehemaligen Mitschülerin Holly (Ssenia Solo) begegnet und hinter ihr düsteres Geheimnis kommt, findet er seine Bestimmung: Er will die blonde Schönheit retten, indem er sie in einem verlassenen Teil des Tierheims in einen kleinen Käfig steckt. Damit habe ich schon den ersten Plot-Twist vorweg genommen: Die Angebetete ist kein unschuldiges Lamm, der verliebte Trottel (jedenfalls anfangs) noch kein Psycho-Stalker. Doch das ist nicht das Ende dieses Machtspiels, bei dem die …

Must-See-Horrorfilm 2017: Review zu GET OUT

Endlich hat das Warten ein Ende, der bereits viel gelobte GET OUT läuft auch bei uns (deutscher Kinostart 4. Mai 2017) und um es vorweg zu nehmen: Meine Erwartungen an diesen Horrorfilm, der das brandaktuelle Thema von Weiß gegen Schwarz aufgreift, wurden tatsächlich noch übertroffen. Also unbedingt anschauen! Noch nicht ganz überzeugt? Dann gebe ich Dir noch ein paar gute Gründe, um GET OUT zu schauen. Lies weiter! Darum geht’s in GET OUT Die News aus den USA drehen sich immer wieder um das Thema Hautfarbe und Konflikte zwischen Schwarz und Weiß. Kein Wunder, dass der 26-jährige Fotograf Chris (Daniel Kaluuya) seine weiße Freundin Rose (Allison Williams) fragt, ob ihre Eltern überhaupt wissen, dass er schwarz ist. Mit gemischten Gefühlen fährt er mit ihr zum ersten Kennenlern-Treffen zu dem großen, abgelegenen Haus im Nirgendwo. Schnell ist klar: Dieser Trip wird für Chris sogar noch schlimmer, als befürchtet. Für Vater Dean (Bradley Whitford), Mutter Missy (Catherine Keener) und Bruder Jeremy (Caleb Landry Jones) ist die Hautfarbe ein wichtiges, quasi das einzige Thema. Mit intellektuell-überheblichem Gerede erklären …

Neu auf DVD: Rezension zu SHUT IN

SHUT IN gibt’s ab dem 21. April 2017 auf DVD und Blu-ray – ein gutes Beispiel für einen Thriller, der von seinen genialen Hauptdarstellern getragen wird. Als Fan von Naomi Watts und Charlie Heaton solltest Du SHUT IN unbedingt gesehen haben, alle anderen könnten vielleicht etwas enttäuscht sein. Woran es liegt? Lies weiter, ich erklär’s Dir. Die Story von SHUT IN SHUT IN beginnt mit der Katastrophe: Kinder- und Jugend-Psychologin Mary und ihr Mann wollen ihren aufsässigen Teenie-Jungen Stephen in ein Internat schicken. Auf der Autofahrt streiten sich Vater und Sohn und verursachen einen Unfall, bei dem Marys Mann stirbt und Stephen schwer verletzt wird. Sechs Monate später hat sich Mary in ihrem eingeschneiten Haus eingeigelt, pflegt den gelähmten Stiefsohn und empfängt ihre kleinen Patienten in der angrenzenden Praxis. Der Junge Tom hat es ihr besonders angetan. Nachdem er überraschend in ihrem Haus auftaucht, verschwindet das Kind ebenso plötzlich wieder – und wird daraufhin vermisst. Alpträume und seltsame Ereignisse lassen Mary an ihrem Verstand zweifeln. Hier kannst Du Dir den Trailer zu SHUT IN ansehen: …